Duschwand oder Duschvorhang: Was schützt das Bad besser?

Beim Auszug aus einer Mietwohnung stellt sich früher oder später die Frage: Muss ich streichen, und wenn ja, in welcher Farbe? Viele Mieter greifen zur Rolle und streichen in ihrer Lieblingsfarbe – und ärgern sich später, wenn der Vermieter die Kaution einbehält. Dabei lässt sich der Ärger vermeiden, wenn man die Regeln kennt und ein paar praktische Kniffe beachtet.

Die Montage selbst erfordert ein ruhiges Händchen und das richtige Werkzeug: Bohrmaschine, Dübel, Silikon und Wasserwaage. Markieren Sie die Bohrlöcher, nachdem Sie die Duschwand provisorisch angelehnt haben. Ein häufiger Fehler ist das direkte Anzeichnen an der Wand, ohne die Glasplatte als Schablone zu nutzen – die Löcher sitzen dann schief. Bohren Sie mit einem speziellen Fliesenbohrer, wenn die Wand gefliest ist. Nach dem Einsetzen der Dübel schrauben Sie die Beschläge fest und hängen das Glas ein. Zum Schluss dichten Sie alle Fugen mit Sanitärsilikon ab. Lassen Sie das Silikon mindestens 24 Stunden trocknen, bevor Sie Wasser einschalten.

Richtig heizen und lüften: So trocknen die Ecken aus Die wirksamste Sofortmaßnahme ist, die Raumtemperatur konstant zu halten. Vermeiden Sie starkes Auskühlen in der Nacht, denn kalte Wände kühlen dann noch weiter ab. Stellen Sie die Heizung in Räumen mit kritischen Ecken auf mindestens 18 Grad – besser 20 Grad – und lassen Sie die Türen geschlossen, damit die warme Luft nicht in kältere Räume abfließt. Stoßlüften Sie drei- bis viermal täglich für fünf bis zehn Minuten, am besten morgens und abends. Drehen Sie dabei die Heizung herunter, aber schließen Sie die Fenster danach wieder. Wichtig: Schieben Sie Möbel mindestens fünf Zentimeter von den Wänden weg, damit die Luft zirkulieren kann. Auch dichte Vorhänge sollten Sie tagsüber zurückziehen.

Abkleben wie ein Profi: mit diesen Handgriffen bleiben Kanten sauber Das Abkleben ist die häufigste Fehlerquelle. Viele kleben das Malerband direkt auf die Tapete oder die Fußleiste, ohne es anzudrücken – Farbe läuft darunter und hinterlässt unschöne Ränder. Drücken Sie das Band mit einem Spachtel oder einer Kante fest an, sodass ein sauberer Abschluss entsteht. Entfernen Sie das Band erst, wenn die Farbe vollständig getrocknet ist, aber nicht zu spät: Nach einigen Tagen kann es reißen und Rückstände hinterlassen. Ein Trick ist, das Band nach dem Anbringen mit einem Hauch von Wandfarbe zu überstreichen – so versiegeln Sie die Kante und verhindern ein Unterlaufen.

Nach der Montage beginnt die entscheidende Frage der Pflege. Kalk und Seifenreste setzen sich auf Glasflächen besonders schnell ab. Reinigen Sie die Duschwand regelmäßig mit einem Abzieher nach jedem Duschen – das verhindert hartnäckige Flecken. Vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel mit Säuren, die die Versiegelung angreifen. Stattdessen eignen sich milde Spülmittel oder spezielle Glasreiniger für Duschkabinen. Bei bereits vorhandenen Kalkablagerungen hilft eine Paste aus Backpulver und Wasser, die Sie mit einem weichen Tuch auftragen und einwirken lassen. Ein zusätzlicher Schutz ist eine Nano-Versiegelung, die die Oberfläche hydrophob macht – dann perlt das Wasser einfach ab.

Ein weiterer Punkt, den viele unterschätzen, ist die Wartung der Beschläge und Dichtungen. Silikonfugen sollten Sie regelmäßig auf Risse prüfen und bei Bedarf erneuern. Auch die Rollen einer Schiebetür müssen gelegentlich gereinigt und gefettet werden, sonst quietschen sie oder lassen sich schwer bewegen. Wenn Sie all diese Aspekte berücksichtigen, haben Sie mit einer Duschwand viele Jahre Freude – sie ist nicht nur hygienischer als ein Vorhang, der schnell schimmelt, sondern auch eine wertsteigernde Investition in die Badezimmerqualität.

Vergessen Sie nicht: Die Reparatur an der Rigipswand ist nur dann dauerhaft, wenn die Ursache beseitigt ist. Ein Riss, der durch Feuchtigkeit entstanden ist, wird sich erneut bilden, wenn das Problem nicht behoben wird. Prüfen Sie die Stelle daher auf Feuchtigkeit, bevor Sie mit der Reparatur beginnen. Ist die Wand feucht, müssen Sie das eigentliche Problem lösen, bevor Sie spachteln. Bei einer trockenen Wand ist die Ausbesserung eine lohnende Arbeit, die den Aufwand eines kompletten Verputzens deutlich übertrifft – und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Für Altbauten mit hohen Decken empfiehlt sich eine Kombination aus einer dekorativen Stange und einem halbrunden Kasten, der nur die Aufhängung verdeckt. Sie befestigen den Kasten mit zwei kleinen Winkeln an der Wand, die Sie mit einem speziellen Hohlraumdübel sichern. Diese Dübel spreizen sich hinter der Putzschicht und halten auch bei unebenen Flächen. Vermeiden Sie es, den Kasten nur mit Nägeln zu fixieren – das hält meist nur wenige Wochen. Bohren Sie lieber zwei präzise Löcher und setzen Sie die Dübel, das kostet nicht viel Zeit.

Ein weiterer Stolperstein sind Fensterrahmen und Heizkörper. Hier hilft es, die Heizkörper vor dem Streichen komplett abzuhängen, wenn möglich – das erleichtert das Streichen der Wand dahinter und schützt vor Farbspritzern. Für Fensterrahmen eignet sich Abdeckfolie, die Sie mit dem Band befestigen. Aber Achtung: Folie darf nicht auf frisch gestrichene Wände kleben, sonst ziehen Sie beim Abziehen die Farbe ab. Arbeiten Sie immer von oben nach unten und streichen Sie zuerst die kantigen Bereiche, bevor Sie die großen Flächen rollen.

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